Gräberfund bei St. Peter an der Sperr

BAUHISTORISCHE UNTERSUCHUNGEN BEI AUSSTELLUNGSKIRCHE, STADTMAUER WIRD ALS NÄCHSTES UNTERSUCHT.

Einen sensationellen Fund hat es bei den Grabungsarbeiten rund um das Stadtmuseum und die Ausstellungskirche St. Peter an der Sperr gegeben. Archäologinnen und Archäologen entdeckten zwei Gräber, die vermutlich aus dem Mittelalter stammen.

Nachdem die bauhistorische Erschließung der Kasematten abgeschlossen worden war, ging es für die Archäologinnen und Archäologen zum zweiten Abschnitt weiter: Im Rahmen der Vorbereitungen für die Niederösterreichische Landesausstellung 2019 werden auch die Ausstellungskirchen St. Peter an der Sperr, das Stadtmuseum und der angrenzende Bürgermeistergarten von den Expertinnen und Experten untersucht. Sie suchen im Vorfeld der geplanten Umbauarbeiten nach Resten der Stadtmauer, um die genaue historische Entwicklung zu dokumentieren.

Gefunden haben die Archäologinnen und Archäologen ganz andere Dinge: ein Mauerwerk aus dem 19. Jahrhundert, einen Fußboden aus dem Spätmittelalter bzw. der frühen Neuzeit um 1500 und die oben genannten Gräber.

St. Peter an der Sperr war früher eine Klosterkirche der Dominikanerinnen, die natürlich auch einen Klosterfriedhof hatte. Die Skelettfunde haben dies nun bestätigt. Die Untersuchungen in dem Gebiet werden fortgesetzt.

Als nächster Schritt wird die geschichtsträchtige Stadtmauer einer umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung unterzogen. Dabei werden Studien sowie restaurative Maßnahmen vorgenommen. Die rund 1,5 Kilometer lange Stadtmauer wird von Wisschenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Erwartung neuer Erkenntnisse der Stadtgeschichte erforscht. Die Befundung soll noch heuer erfolgen, die gesamte Auswertung aller Untersuchungsergebnisse können im ersten Halbjahr 2017 vorliegen.

Kulturstadtrat Franz Piribauer, MsC, erklärt: „So können wir alle weiteren Schritte – dank der hervorragende Zusammenarbeit mit allen Landes- und Bundesbehörden – auf einer umfassenden wissenschaftlichen Dokumentation mit den neuesten archäologischen und bauhistorischen Erkenntnissen unserer Stadtgeschichte aufbauen.“ Die gewonnenen Erkenntnissen sollen beispielsweise zum Anlass genommen werden, die Stadtmauer zukünftig in das touristische Konzept von Wiener Neustadt in Form von Stadtspaziergängen einzubinden.

Gräberfund