„... gut gebaut!“

1. Einleitung

Bauen ist eine spannende Herausforderung - aber auch ein anstrengendes Unterfangen.
Mit diesem Leitfaden soll den angehenden „Häuslbauern“ der Weg durch das Bewilligungsverfahren bis zur Erlangung der begehrten Baubewilligung erleichtert werden.

Aus diesem Grund haben wir uns um eine möglichst praxisnahe und klar verständliche Darstellung der einschlägigen Vorschriften bemüht.

Kurzum: Auf Ihre Stadt können Sie „bauen“!

2. Wo darf ich bauen?

Unter nachstehenden Voraussetzungen darf auf Ihrem Grundstück gebaut werden:

Widmung
Das Grundstück muss im Flächenwidmungsplan eine für das Bauvorhaben passende Widmung aufweisen. Dies bedeutet etwa, dass für die Errichtung des Wohnhauses das Grundstück im Flächenwidmungsplan als Bauland gewidmet sein muss.
Auskünfte über die jeweilige Flächenwidmung von Grundstücken erhalten Sie entweder auf der Homepage der Stadt Wiener Neustadt oder bei der Gruppe V/1 - Baudirektion, Sachverständige, Geoinformation und Bauinformation.

Größe
Das Grundstück muss für das geplante Bauvorhaben die notwendige Größe aufweisen, um etwa die vorgeschriebene Bauweise sowie die erforderlichen Mindestabstände zu den Grundgrenzen einhalten zu können. Hier gelten grundsätzlich die Bestimmungen im Bebauungsplan, zu welchem Sie sich entweder auf der Homepage der Stadt Wiener Neustadt oder bei der Gruppe V/1 - Baudirektion, Sachverständige, Geoinformation und Bauinformation, informieren können.

3. Wie muss ich bauen?

Bauwerke müssen fachmännisch und entsprechend dem Stand der Technik errichtet werden. Deshalb hat der Bauherr mit der Planung, Berechnung und Ausführung des Bauvorhabens Fachleute zu betrauen, die hierzu gewerberechtlich oder als Ziviltechniker befugt sind.

Konkret wird verlangt:

•    Mechanische Festigkeit und Standsicherheit
•    Brandschutz
•    Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz
•    Nutzungssicherheit
•    Schallschutz
•    Energieeinsparung und Wärmeschutz

Weiters müssen Bauwerke

•    sich in das Ortsbild einfügen bzw. den Bestimmungen des Bebauungsplans entsprechen.
•    verkehrsmässig erschlossen sein.
•    die Ver- und Entsorgung mit Wasser, Abwässer, Strom usw. gewährleisten.
•    so errichtet werden, dass sie keine Gefährdung oder unzumutbare Belästigung der Nachbarn erwarten lassen.

4. Wie soll ich beginnen?

Die ersten Schritte zu Ihrem Bauvorhaben:

Sollten Sie bereíts
•    einen Bauplatz ins Auge gefasst haben und
•    auch schon konkrete Vorstellungen von Ihrem Bauvorhaben haben,

so führt sie Ihr erster Weg (am besten mit einer Planskizze oder einem Planentwurf) in das Neue Rathaus am Neuklosterplatz 1, wo Sie sich näher über die Bebauungsvorschriften sowie über die Durchführbarkeit des von Ihnen ins Auge gefassten Bauvorhabens informieren können.

Im neuen Rathaus bekommen Sie von den Sachverständigen der Gruppe V/1 - Baudirektion, Sachverständige, Geoinformation und Bauinformation zu folgenden Inhalten Auskünfte:


• Flächenwidmung des Grundstücks
• Inhalt des Bebauungsplans
• Bebauungsweise, Abstände, Baulinien, erlaubte Geschossanzahl, Stellplatzbedarf usw.

Geoinformation und Bauinformation:
• Bauplatzerklärung, Aufschließungsabgabe, usw.

Referat Bau- und Feuerpolizei:
• einschlägige Bestimmungen der geltenden NÖ Bautechnikverordnung sowie NÖ Gebäudeenergieeffizienzverordnung

Referat Tiefbau (Bauhof, Gymelsdorfer Gasse 52):
• Kanalanschluss

Hinsichtlich des konkreten Verfahrensablaufs können Sie sich in der Magistratsabteilung 1 – Rechtsabteilung, Referat Bau-, Gewerbe- und Anlagenrecht, informieren.
Grundsätzlich ist in Statutarstädten wie Wiener Neustadt der Magistrat (in erster Instanz) und der Stadtsenat (in zweiter Instanz) Baubehörde.

Nebenbei bemerkt:
Wenn Sie bereits anhand von Planentwürfen oder Planskizzen vor der Einreichung abklären, wie das Bauvorhaben technisch und rechtlich einwandfrei bewilligt werden kann, verkürzen Sie die Verfahrensdauer wesentlich.

5. Arten von Bauvorhaben

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Formular: Baubewilligung
Formular: Baubewilligung gem. § 18 (1a)

6. ... jetzt kanns losgehen!

Wenn nun alle erforderlichen Bewilligungen vorliegen, kann mit dem Bau begonnen werden.
Der Bauwerber hat innerhalb eines Zeitraumes von 2 Jahren ab rechtskräftiger Erteilung der Baubewilligung vor Ausführung des bewilligten Bauvorhabens dem Magistrat den Baubeginn anzuzeigen und den Bauführer (Baumeister) bekannt zu geben, ansonsten erlischt das Recht aus der Baubewilligung und alles muss wieder von vorne beginnen. Ab der Bekanntgabe des Baubeginns haben Sie 5 Jahre Zeit, um das Bauvorhaben zu vollenden, ansonsten erlischt ebenfalls das Recht aus der Baubewilligung.

Bitte beachten:
Vor Beendigung des Bauverfahrens - also vor rechtskräftiger Erteilung der Baubewilligung - darf mit dem Bau nicht begonnen werden!

Die Baubehörde kann sich von der ordnungsgemäßen Bauausführung bzw. von der Übereinstimmung der Ausführung des Vorhabens mit der Bewilligung jederzeit durch Besichtigung überzeugen.

Formular: Bekanntgabe Baubeginn und Bauführer
Formular: Baubewilligung
Formular: Baubewilligung gem. § 18 (1a)
Formular: Baubeendigung

7. Glückwunsch - endlich fertig!

Ein Haus zu bauen ist eine anstrengende und oft nervenaufreibende Angelegenheit. Umso größer wird Ihr Stolz sein, wenn Sie endlich vor Ihrem fertigen Werk stehen.

Vollendungsanzeige
Die Fertigstellung eines Bauwerkes ist bei der Baubehörde (dem Magistrat) anzuzeigen.

Bauführerbescheinigung
Mit dieser Vollendungsanzeige ist der Baubehörde eine sogenannte „Bauführerbescheinigung“ vorzulegen. Diese Bauführerbescheinigung muss vom Bauführer (meistens der Baumeister) oder von einem zur Überwachung eines Bauvorhabens befugten Fachmann unterschrieben sein. Er bestätigt mit seiner Unterschrift, dass das Haus so errichtet wurde, wie es in den Einreichunterlagen dargestellt und durch den Baubewilligungsbescheid auch bewilligt wurde. Die Bestätigung über die bewilligungsgemäße Ausführung umfasst auch Ihre Eigenleistungen.

Befunde
Außerdem müssen mit der Vollendungsanzeige und der Bauführerbescheinigung auch sämtliche im Baubewilligungsbescheid genannte Befunde, Atteste und Nachweise (etwa Rauchfangbefund, Elektrosicherheitsprotokoll, Gasattest, Blitzschutzattest, Lageplan mit Naturmaßen etc.) vorgelegt werden.
Da eine Bewilligung der Benützung neuer oder abgeänderter Bauwerke nicht mehr notwendig ist, darf das Haus, nach vollständiger und ordnungsgemäßer Vorlage sämtlicher vorgeschriebener Unterlagen, benutzt werden.

Formular: Baubeendigung

8. Noch Fragen?

Für Fragen zu Ihrem Bauvorhaben stehen Ihnen die Mitarbeiter desGeschäftsbereich III, Gruppe III/2 - Bau- Gewerbe- und Anlagenrecht, von Montag bis Freitag von 8 - 12 Uhr und am Dienstag auch von 13 - 16 Uhr unter folgenden Telefonnummern gerne zur Verfügung:

Gruppe III/2 - Bau-, Gewerbe- und Anlagenrecht 02622 / 373 - 169
Gruppe V/1 - Baudirektion 02622 / 373 - 400
Gruppe V/3 - Stadtentwicklung 02622 / 373 - 410
Gruppe V/1 - Geoinformation 02622 / 373 - 435
Gruppe V/1 - Sachverständige 02622 / 373 - 420
Gruppe V/2 - Hoch- und Tiefbauplanung 02622 / 373 - 840

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„... gut gebaut!“ liegt auch als Folder im Rathaus auf.