Ansturm auf die Kasematten bei Tage der offenen Tür

ZAHLREICHE INTERESSIERTE NUTZTEN DIE MÖGLICHKEIT, EINEN EINBLICK IN DAS HISTORISCHE BAUJUWEL ZU ERHALTEN.

Unglaubliche 4.000 Besucherinnen und Besucher kamen an dem Wochenende der offenen Tür in den Stadtpark, um sich selbst ein Bild von den Kasematten zu machen. An zwei Tagen (25. und 26. Juni) wurde die Anlage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, bevor die Sanierungsarbeiten für die Niederösterreichische Landesausstellung 2019 starten. Einige kannten die Örtlichkeiten von früheren Veranstaltungen, anderen waren die unterirdischen Gewölbe nur vom Hörensagen ein Begriff.

Die Kasematten (ital. casamatta – Wallgewölbe) waren Teil der wehrhaften Anlage mit turmbewehrter Stadtmauer, vier Stadttoren, einem vorgelagerten Wassergraben sowie Zwingermauern und Erdwälle zum Schutz der Stadtbewohner. König Ferdinand I. ließ die Kasematten im 16. Jahrhundert errichten – eine 2.700 Quadratmeter große überwölbte Anlage an der südlichen Stadtmauer. Die gut erhaltenen Baustufen vom 13. bis zum 19. Jahrhundert machen die Wiener Neustädter Kasematten zu einem kulturhistorischen Baujuwel, das in Europa seinesgleichen sucht. Deshalb wird die Festung auch im Zentrum der Niederösterreichischen Landesausstellung 2019 stehen.

Zu sehen gab es in den alten Gemäuern daher so einiges und auch die kühlen Temperaturen innerhalb waren im Vergleich zur tropisch anmutenden Sommerhitze im Freien eine willkommene Erfrischung. Kulturstadtrat Franz Piribauer, MSc gab in seinen Vorträgen erste Einblicke in das Konzept für die Niederösterreichische Landesausstellung 2019 in der Stadt und in den Regionen. Mag. Eveline Klein, Leiterin vom Stadtmuseum, und ihr Team Mag. Heidi Korzil, Mag. Sonja Brugner-Jahn und Maria Brugner ließen die Besucher an der Geschichte der Kasematten teilhaben und führten die Gäste durch die Gänge. Stadtbaudirektor DI Manfred Korzil erzählte Wissenswertes zu den architektonischen Besonderheiten.

Nach der Abkühlung konnten sich die Besucherinnen und Besucher beim Heurigen der Gemeinde Bad Fischau-Brunn in der Stadtgärtnerei bei Brötchen, Kuchen und Getränken wieder aufwärmen. Am Sonntagnachmittag gab es ein besonderes Highlight: Christian Zach fuhr mit einem Austro Daimler ADR 617, Baujahr 1922, vor, um den sich schnell eine Menschentraube bildete.

 

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Bei der Ideenbörse, die im Eingangsbereich der Kasematten angesiedelt war, hinterließen zahlreiche Interessierte ihre Anregungen, Wünsche und Vorschläge für Beiträge zur Niederösterreichischen Landesausstellung 2019. Diese werden nun ausgewertet und auf ihre mögliche Umsetzbarkeit geprüft, was voraussichtlich bis Herbst 2016 in Anspruch nehmen wird.
 

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Kulturstadtrat Franz Piribauer, MsC, präsentierte Wissenswertes um die Niederösterreichische Landesausstellung 2019 in Wiener Neustadt und der Region.
 

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Besonders beliebt waren die Vorträge zur Geschichte der Kasematten.
 

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Rund 4.000 Besucherinnen und Besucher kamen am Wochenende der offenen Tür, um sich selbst ein Bild vom aktuellen Zustand der Kasematten zu machen.
 

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Eines der Highlights: Am Sonntag besuchte Christian Zach mit seinem Austro Daimler ADR 617, Baujahr 1922, die Kasematten.
 

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Beim Rundgang durch die Gemäuer konnten die Besucherinnen und Besucher die Kasematten hautnah erleben.
Die verwinkelten Gänge luden zum Erkunden der Kasematten ein.

Weitere Fotos über den Tag der offenen Tür in den Kasematten finden Sie hier: www.facebook.com/photos