In folgenden Fällen wird eine Aufschließungsabgabe bescheidmäßig vorgeschrieben:

  • Bei Änderung einer Grundstücksgrenze im Bauland:
    Erforderlich ist 1 Teilungsplan und eine Anzeige (Ansuchen), die von allen von dieser Teilung betroffenen Grundstückseigentümer unterzeichnet sein muss. Auf dieser Anzeige ist, sofern keines der geänderten Grundstücke Bauplatz ist, wenigstens für eines die Bauplatzerklärung zu beantragen.
  • Bauplatzerklärung: Auf Antrag des Eigentümers ist ein Grundstück im Bauland mit Bescheid zum Bauplatz zu erklären.
  • Baufall: Bei der erstmaligen Errichtung eines Gebäude auf einem Grundstück im Bauland ist dieses zum Bauplatz zu erklären, sofern es noch nicht dazu erklärt wurde.


Berechnung der Aufschließungsabgabe:

Diese ist eine einmal zu entrichtende, ausschließliche Gemeindeabgabe und errechnet sich aus dem Produkt von Berechnungslänge [=Quadratwurzel der Bauplatzfläche] x dem Bauklassenkoeffizienten der zulässigen Bebauungshöhe [Bauklasse I (ebenerdig) und Bauklasse II (einen Stock hoch) = 1,25; erhöht sich je weiterer Bauklasse um 0,25] x dem jeweils gültigen Einheitssatz, dzt. EUR 520,-. Die zulässige Bauklasse entnehmen Sie bitte dem Bebauungsplan.

Rechenbeispiel: einstöckiges Gebäude (Bauklasse II), bei einer Grundstücksfläche von 900 m²

√900 = 30 m x 1,25 x EUR 520,- = EUR 19.500,- = Höhe der Aufschließungsabgabe

Achtung:
Die Aufschließungsabgabe ist nicht identisch mit den Anschlusskosten (Strom, Wasser, etc.)!